Das Collegium Musicum Baden-Baden e.V. wurde am 25.01.1979 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt hatte der gemischte Chor 39 aktive Sängerinnen und Sänger. Der erste Chorleiter war Kantor Johann Sebastian Lambertz, Horst Bierbaums 1. Vorsitzender. Zielsetzung des Chors war die Erarbeitung von a-capella Literatur, Kantaten und Oratorien alter und neuer Meister.
Das Collegium Musicum hatte sein erstes Konzert im November 1979 mit dem "Requiem" von Cherubini.
Im Laufe der Zeit trat der Chor mit verschiedenen Aufführungen an die Öffentlichkeit, so zur Eröffnung der Landesgartenschau 1981 mit der "Schöpfung" von Haydn und zahlreichen Konzerten im Schloßhof. Ebenso wirkte das Collegium beim Beethoven-Konzert anlässlich des 110jährigen Bestehens des Baden-Badener Orchesters mit.
Im Herbst 1984 übernahm Bezirkskantor Martin Dücker den Chor. Unter seiner Leitung führte das Collegium Musicum zahlreiche Konzerte auf, mit Werken wie den Oratorien "Messias" von Händel, "Elias" von Mendelssohn, "Weihnachtsoratorium" von Bach, der "Schöpfung" von Haydn, den "Liebslieder-Walzern" von Brahms und zahlreichen a-capella-Konzerten, weiterhin wirkte der Chor mit bei den Aufführungen des "Verdi-Requiems" und "König David" von Honnegger mit der Baden-Badener Philarmonie unter der Leitung von GMD Werner Stiefel.
1993 trat Jürgen Ochs, Bezirkskantor der Dekanate Baden-Baden, Murgtal und Achern-Renchtal, die Nachfolge von Dücker an. Der Chor zählte zu dieser Zeit 65 aktive Mitglieder und hat neben zahlreichen Motetten und Madrigalen die "Lobgesang-Sinfonie" von Mendelssohn, die "Johannes-Passion" von Bach in barocker Aufführungspraxis mit historischen Instrumenten, sowie die "Pauken-Messe" von Haydn und die selten zu hörende "Dominikus-Messe" von Mozart aufgeführt. Im Rahmen des "Musikalischen Sommers 1994" wirkte das Collegium Musicum beim Open-Air-Konzert mit Orffs "Carmina Burana" unter der Leitung von GMD Werner Stiefel mit.
Nach 19 Jahren übergab Horst Bierbaums 1998 den Vorsitz an Brigitte Joosten.
Im September 1999 fand eine Konzertreise zur Partnergemeinde nach Jalta mit der Aufführung der "Carmina Burana" von Orff statt.
Anlässlich des 20jährigen Bestehens des Collegium Musicums fand am 06. Februar 1999 in St. Alexander in Rastatt sowie am 07. Februar 1999 in der Ev. Stadtkirche in Baden-Baden die Aufführung des Oratoriums "Elias" von Mendelssohn statt.
Anfang 2002 übernahm Edzard Burchards
die Leitung des Chores.
Am 04. Juli 2002 nahm der Chor an den Hörspielaufnahmen des Romans "Baudolino" von Umberto Eco beim SWR in Baden-Baden teil. Hierbei waren einige Szenen einzuspielen, bei denen die Sängerinnen und Sänger von Kriegern bis zu Eunuchen die verschiedenartigsten "Geräusche" erzeugen mussten. (Artikel)
Im Rahmen des "Philharmonischen Sommers 2002"  erfolgte am 12. Juli zusammen mit dem Philharmonischen Chor Baden-Baden sowie dem Männerchor Liedertafel aus Rüsselheim das Open-Air-Konzert "Opernklänge der Welt" auf dem Marktplatz in Baden-Baden und am 28. Juli ein Konzert in Rüsselsheim.

Eins, zwei, drei, im Sauseschritt / eilt die Zeit – wir eilen mit.“

Dieses Zitat von Wilhelm Busch lässt sich durchaus auf unseren Chor anwenden, denn wir sind nicht stehen geblieben.

Von jedem Chorleiter haben wir profitiert und dazugelernt. Auch Edzard Burchards, hat uns wieder ein gutes Stück vorangebracht, mit uns am Klangbild unseres Chores gearbeitet und uns auch an weniger bekannte Chorliteratur herangeführt:

Mit Liedern von Hector Berlioz, dem Kantatenzyklus „Membrae Jesu nostri“ und dem Programm „Klänge aus Mähren“, das Werke von Brahms, Schumann, Dvorák, Janácek und Bartók enthält, konnten wir unser Repertoire erweitern. Die Nelson-Messe von Josef Haydn und das Brahmsrequiem, das wir gemeinsam mit einem Chor aus Solothurn (Schweiz) aufführen konnten, führten uns dann wieder in den Bereich der Kirchenmusik. Die  „Petite Messe solennelle“ von Gioachino Rossini fällt in seiner an manchen Stellen opernhaften Art etwas aus dem Rahmen üblicher Oratorienmusik und hat den Chor zu neuen Techniken und Anforderungen geführt.

Ein neues Experiment und eine spannende Erfahrung für uns war ein Tanzseminar mit Frau Beate Knobloch aus Würzburg, bei dem wir uns im Einüben alter Tänze auch durch Körperausdruck dem Verständnis des barocken Musikstils nähern konnten.