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Collegium Musicum  Baden-Baden e.V.

 

Unser nächstes Projekt:

 

Mozart Requiem mit der Baden-Badener Philharmonie

am 18.11.2018 im Weinbrennersaal, Kurhaus  Baden-Baden

 

 

Unsere letzten Projekte:

 

 

Viele Gefühlslagen kommen zur Geltung


Das Collegium Musicum widmete sich bei seinem Konzert in der Lutherkirche dem Thema Liebe

 

 

BUNTES FARB-KOLORIT: Das Collegium Musicum Baden-Baden präsentierte bei seinem Konzert in der Lutherkirche einen musikalischen Blumenstrauß über Frühling, Liebchen, Täubchen, Mütter und Männer.                                                                                                                                                                                                                     Foto: Heineke-Dietz

 

Von Frühlingsgefühlen beflügelt präsentierte das Collegium Musicum Baden-Baden unter dem Motto

„Bonjour mon coeur“
in der Evangelischen Lutherkirche Lichtental sein Konzert. Der musikalische Blumenstrauß über Frühling, Liebchen, Täubchen, Mütter und Männer … war mit unterschiedlichstem Farb-Kolorit aus Chorsätzen von vier Jahrhunderten bestückt.
Die Renaissance- Komponisten Giovanni Giacomo Gastoldi, Thomas Morley, Orlando di Lasso und Hans Leo Haßler beschäftigten sich inbrünstig mit Falalala-Gefühlen, das bedeutet, dass gewisse „Lustschreie“ dem artigen Falalala untergeordnet waren. Allerdings war davon am Konzertnachmittag nicht so viel zu spüren. Doch ließ der Chor unter der Leitung von Bernhard Moncado, am Klavier von Rolf Minter gekonnt begleitet,das gewisse Etwas nicht vermissen.
Ein schwieriges Repertoire hatte sich das Collegium Musicum ausgesucht, schwierig auch in der „Umsetzung“, da
wie heutzutage in vielen Chören zu beobachten ist, die Jugend nur selten für die Chormusik zu begeistern ist.

Im 19. Jahrhundert blühte sie geradezu, es entstanden sehr viele Werke. Die Komponisten jener Zeit schufen Lieder zuhauf, unter anderem Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms und Gabriel Fauré, um nur einige zu nennen.

Eingangs erklangen vier Lieder A-cappella der Renaissance-Komponisten, die der Chor auf italienisch, englisch,
französisch und natürlich auch auf deutsch sang. Das ältere Publikum in der gut besuchten Kirche wird sich sicher
noch an das temperamentvolle Volkslied „Tanzen und Springen“ aus ihrer Schulzeit erinnern, das der Dirigent
auf dem Tamburin mit interessanten Rhythmen begleitete.

Eingebettet in die Chorblöcke rezitierte der Sprecher Thomas Weiß, der als Pfarrer seinen Dienst in der Lutherkirche versieht, lyrische Gedichte von Walther von der Vogelweide und einem anonymen Autor, indem er den Blick auf die Geheimnisse der Natur und ein Loblied auf den Mai schärfte. Auch die Gedichte von Eichendorff, Heine, Rilke, Huch, Domin oder Lasker-Schüler deklamierte er facettenreich, stimmungsvoll und
nachdrücklich.
Vollen Gestaltungswillen zeigte der Chor in den „Drei Quartetten“ von Johannes Brahms. Hier zeichnete er die
unterschiedlichsten Gefühlslagen auf, wobei der Alt in „Der Gang zum Liebchen“ mit Crescendi glänzte und alle
Stimmen einen perfekten Abgang schufen.
Jeweils perfekt unterstützte Rolf Minter am Klavier in den schwierigen Liedern die Sänger, wobei es ihm immer
wieder gelang, seinen Part bravourös auszugestalten.

Antonín Dvořáks„ Sechs Klänge aus Mähren“ in einer Bearbeitung von Leoš Janáček waren geprägt vom
böhmischen Flair, das die Frauen und Männerstimmen über Trennung, Liebe, Verlassensein, Scheiden bis hin zur Zuversicht einfühlsam und klangreich darboten, auch wenn die stimmliche Strahlkraft nicht immer voll zur Geltung
kam. Adolf Jensens „Nachtlied“ im A-cappella-Vortrag besaß hingebungsvolle Wärme.
Stimmungsvoll changierte der Chor in Gabriel Faurés „Cantique de Jean Racine“ die Gnade der Herrlichkeit bis ins
Sakrale.

Den Abschluss des Konzerts bildeten die „Vier slowakischen Volkslieder“ von Béla Bartók, die dessen
Sehnsucht für die ungarische Volksmusik deutlich werden ließen. Schwierig angelegt in der Konzeption, gelang dem Collegium Musicum, eine harmonische Vielstimmigkeit mit vollkommener Begeisterung darzubieten.
Es erklangen nach reichhaltigem Beifall zwei Zugaben: Faurés „Cantique“ und „Der Gang zum Liebchen“ von
Brahms.

 

Karin Heineke-Dietz

 

"Mit freundlicher Genehmigung der Badischen Neuesten Nachrichten"

 

Badischen Neuesten Nachrichten 05.06.2018

 

Karfreitags Gottesdienst in der Lutherkirche Baden-Baden Lichtental

14.04.2017

Chorausflug nach Paris - Singen vor Notre Dame

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